Weiterfahrausbildung

Neues Kursangebot ab 2021

Ab 2021 werde ich für interessierte Senioren eine spezielle Fahrberatung anbieten unter dem Motto:   „Sicher mobil – auch im Alter“

Automobilisten wollen immer länger mobil bleiben. Das Auto verschafft Eigenständigkeit und ist für gewisse Tätigkeiten wichtig. Damit Automobilisten auch im Alter noch sicher unterwegs sind, engagieren sich professionelle Fahrberaterinnen und – berater für die Sicherheit.

Reifere Automobilisten sind meistens schon seit Jahrzehnten unterwegs. Sie haben sich an den zunehmenden Verkehr gewöhnt und sind mit den Problemen «mitgewachsen». Dabei verzichten viele mit zunehmendem Alter auf längere Fahrten. Autobahnen werden gemieden. Fahrten in der Stadt und zu gewissen Tages- und Stosszeiten werden – wenn immer möglich – unterlassen. Gleichzeitig nehmen altersbedingte Krankheiten zu, wobei die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit abnehmen kann, was das Fahren zunehmend erschwert. Die Folge: Die Fahrroutine sinkt. Und mit ihr die Verkehrssicherheit.

Unfälle wegen Verhaltensfehlern         

Betrachtet man die Unfallstatistiken, so ist eine Abnahme in den Altersgruppen der unter 65-Jährigen zu verzeichnen, während die Anzahl schwerer Personenschäden bei den Senioren ab 65 Jahren relativ stabil geblieben ist. Senioren ab 65 Jahren sind die am meisten gefährdete Altersgruppe. Die Mehrheit der Unfälle lässt sich auf Verhaltensfehler zurückführen. An den schweren Kollisionen aufgrund von Vortrittsmissachtung oder mangelhafter Fahrzeugbedienung haben die über 65-Jährigen einen übermässigen Anteil.

Der Gesetzgeber regelt im Strassenverkehrsgesetz (SVG) Art. 14 folgendes:
«Motorfahrzeugführer müssen über Fahreignung und Fahrkompetenz verfügen.»
Das heisst: Für die Fahrerlaubnis sind genügend gute gesundheitliche (Fahreignung)
und sichere fahrerische Voraussetzungen (Fahrkompetenz) vorgeschrieben.
Mit zunehmendem Alter lässt die Leistungsfähigkeit nach. Wegen gesundheitlicher
Beschwerden oder Alterskrankheiten kann sich die Fahrfähigkeit, d.h. die aktuelle
Fitness des Lenkers vorübergehend verschlechtern.
Mit 75 Jahren stellt ein Arzt den gesundheitlichen Zustand beim obligatorischen
medizinischen Kontorolluntersuch fest. Anhand dieser Überprüfung der Fahreignung
entscheidet der Arzt über die Fahrerlaubnis. Weiterfahren oder Abgabe des
Führerausweises.
Immer öfter ist der Senior beim Fahren überfordert. Die Sicherheit im Verkehr lässt
nach. Die Routine nimmt ab und mit den technischen Neuigkeiten am Fahrzeug
kommen sie nicht klar.
Ab einem gewissen Punkt ist die Voraussetzung fürs Fahren definitiv ungenügend
geworden, d.h. ein Senior ist dann definitiv nicht mehr geeignet ein Fahrzeug selber
problemlos zu steuern. Die Fahrkompetenz ist nicht mehr gegeben.
Gesundheitliche Fahreignung, momentane Fahrfähigkeit und praktische
Fahrkompetenz – sind miteinander vernetzt und bei der Selbstkontrolle der
Fahrerlaubnis umfassend zu betrachten.
Wir sind der Meinung, dass neben einer grenzwertigen Fahreignung, zusätzlich die
Fahrkompetenz durch einen geschulten Fahrberater überprüft werden soll.
«Fahrberatung für Senioren» befasst sich mit dem «Autofahren im Alter».
Eine Fahrberatung (Überprüfung der Fahrkompetenz) soll dem Senior-Fahrer Mut
machen, sich auch ausserhalb der gesetzlich geforderten Vorschriften über seine
Fahreignung und Fahrkompetenz Gedanken zu machen. Es unterstützt ihn beim
Entscheid, ob er problemlos weiterfahren kann, oder ob er sich vom Fahrberater oder
Hausarzt beraten lassen soll.
Ziel ist es, dass ältere Menschen so lange wie möglich mobil bleiben und dass sie
ihren Führerausweis zum richtigen Zeitpunkt und aus eigener Entscheidung abgeben
können – zur persönlichen Sicherheit und zur Sicherheit der anderen
Verkehrsteilnehmer
Die Rolle des Fahrberaters wird immer vielfältiger. Es geht nicht mehr nur um mit
einem Senior eine Strecke zu fahren und ihm dann seine Fehler aufzuzeigen. Der
heutige Fahrberater muss sich in den Probanden einfühlen, muss die
Altersbeschwerden kennen und wissen, wie sie sich auf die Verkehrssicherheit
auswirken. Er muss die mobil bleibenden Senioren beraten und unterstützen und
ihnen klar machen können, wann der Zeitpunkt zum Aufhören da ist.
Fahrberater leisten täglich einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit auf Schweizer
Strassen. Wie gross der Beitrag ist, zeigt, dass immer mehr Senioren zur
Fahrberatung kommen. Das zeigt aber auch, dass die Zusammenarbeit mit der
Ärzteschaft, Reha-Kliniken und Behörden immer mehr Interesse findet.
Champions
Nur der geschulte und geprüfte Fahrberater ist das Aushängeschild unserer Branche
und der Beweis, dass wir mit unseren Fahrberaterkursen in der Schweiz auf dem
richtigen Weg sind.
Es ist wichtig, dass ein Fahrberater weiss wie man mit mobilen Senioren und ihren
Alterskrankheiten umgeht. Sie können Tipps und Hilfeleistung geben. Und wenn für
den Senior der richtige Zeitpunkt zum Aufhören kommt, kann er ihn beraten und
weiterhelfen. Er kennt das Gesetz und weiss, wie man mit der Ärzteschaft
kommuniziert.
Dieser Kurs dauert 6 Tage und endet mit einer Abschlussprüfung.
Schweizerischer Fahrberater Verein SFV. www.fahrberater-sfv.ch