Sicher mobil – auch im Alter

Neues Kursangebot ab 2021

Ab 2021 werde ich für interessierte Senioren eine spezielle Fahrberatung anbieten unter dem Motto:   „Sicher mobil – auch im Alter“

Was versteht man unter einer Fahrberatung?

Eine Fahrberatung soll nicht als Test oder Kontrolle angesehen werden, sondern vielmehr eine Analyse der sich der Senior/in freiwillig unterzieht. Während einer gemeinsamen Probefahrt gibt ihnen ein speziell ausgebildeter Fahrberater Ratschläge zur Überbrückung gesundheitlicher Defizite beim Autofahren. Er hilft ihre Fahrweise ihren Bedürfnissen anzupassen.
Eine Fahrberatung (Überprüfung der Fahrkompetenz) hat zum Ziel, dass ältere Menschen so lange wie möglich mobil bleiben und dass sie ihren Führerausweis zum richtigen Zeitpunkt und aus eigener Entscheidung abgeben können – zur persönlichen Sicherheit und zur Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer.
Eine Fahrberatung soll dem Senior-Fahrer Mut machen, sich auch ausserhalb der gesetzlich geforderten Vorschriften über seine Fahreignung und Fahrkompetenz Gedanken zu machen.
Fahreignung und Fahrkompetenz – Voraussetzung für die Fahrerlaubnis
Fahreignung und Fahrkompetenz eines Autofahrers sind zwei unterschiedliche Messparameter, diese verändern sich im Verlauf des Lebens. Während die Bedingungen für die Fahreignung vor dem 18. Geburtstag grösstenteils erfüllt sind, werden jene der Fahrkompetenz erst durch Fahrschulung und Fahrroutine erreicht. Mit zunehmendem Alter können sich einerseits wegen gesundheitlicher Störungen die Resultate der Fahreignung, andererseits wegen allgemeiner Schwäche und mangelnder Fahrroutine der Grad der Fahrkompetenz verschlechtern. Dazu kommt die fehlende Beherrschung eines neuen Wagens oder Unkenntnis einer Verkehrsverordnung. Im hohen Alter sind die Testergebnisse oft verschieden und bei jedem kommt der Zeitpunkt, wo die Voraussetzungen für die Fahrerlaubnis definitiv nicht mehr erfüllt sind.  
Wichtigstes Ziel bei der Fahrberatung ist die unfallfreie Fahrweise. Der Senior soll möglichst lange sicher am Verkehr teilnehmen und zum richtigen Zeitpunkt freiwillig und innerlich überzeugt seinen Ausweis abgeben können.

Wie lange dauert eine Fahrberatung?

Die freiwillige Fahrberatung dauert 2 Stunden. Sie umfasst eine Probefahrt mit 7 Stationen:
  • normale Wegstrecke
  • Sehfähigkeit
  • schwieriger Streckenabschnitt,
  • Reaktion beim Fahren und Notbremsung
  • Rückwärtsfahren und Manövrieren
  • Gespräch über Krankheits- und Unfallrisiken
  • Gespräch über Alkohol und Medikamente

Wie viel kostet eine Fahrberatung?

 

Eine Fahrberatung dauert 2 Stunden und kostet Fr. 150.-
 Die Fahrberatung findet grundsätzlich mit dem Fahrzeug des Teilnehmers statt. Da der Fahrberater im Notfall nicht eingreifen kann (Bremsen) bleibt die Versicherung Sache des Teilnehmers. Auf Wunsch oder in «speziellen Fällen» kann oder muss der Fahrberater sein eigenes Fahrzeug (Automat oder Schaltung) dem Teilnehmer zur Verfügung stellen.
Zusätzlich wird das Reaktionsverhalten am Fahrsimulator getestet sowie ein PC-Kurztest über Aufmerksamkeit, exekutive Funktionen und visuelle Wahrnehmung durchgeführt. Zum Schluss füllt der Fahrberater zusammen mit dem Fahrer das Beratungsformular aus.

Der Fahrberater hält Stärken und Schwächen während der Probefahrt fest. Empfehlungen, Vorsichtsmassnahmen, Verbesserungen und Tipps werden danach diskutiert und notiert. Dank dieser Beratung wird die Chance verbessert möglichst lange sicher und unfallfrei zu fahren.

Die Probefahrt kann auch mal ersetzt oder ergänzt werden mit einer Testfahrt wo die Fahrkompetenz des Fahrers über mehrere realen Situationen beurteilt wird. Das Fahrverhalten wird dabei über die gesamte Messstrecke beobachtet und nicht nur an einzelnen, vorher festgelegten Punkten. Letztendlich werden in 12 Fahrsituationen 96 einzelne Themen bewertet was einer detaillierteren Beurteilung über die Fahrkompetenz entspricht. Am Ende der Testfahrt füllt der Fahrberater zusammen mit dem Fahrer ein sogenanntes Trip-Protokoll aus.

Ab welchem Alter wird eine Fahrberatung empfohlen?

Eine freiwillig Fahrberatung wird empfohlen bei:
  • Altersbeschwerden, die das Fahren beeinträchtigen können
  • nach schweren Krankheiten
  • nach Unfällen
  • nach Operationen
  • vor einer amtlich angeordneten Kontrollfahrt
  • auf Empfehlung der Versicherung
Wenn also Autofahrer/innen merken, dass die Gesundheit nachlässt, Angehörige fahrerische Mängel bemerken, der Hausarzt eine Schwäche oder eine Krankheit feststellt, welche der Sicherheit des Fahrers beeinträchtigen können, oder wenn sogar eine amtliche Kontrollfahrt ansteht, dann ist eine kompetente Fahrberatung sinnvoll.
Um jedoch sicher zu sein, dass die eigene Fahrweise noch verkehrssicher ist macht es durchaus Sinn eine erste Fahrberatung möglichst frühzeitig nach dem Eintritt ins Pensionsalter (ab 65 Jahren), zu planen! Eine Fahrberatung muss nicht auf eine Probe- oder Testfahrt beschränkt bleiben, sondern darf auch nach persönlichen Wünschen zusammengestellt werden.
  • Neuerungen im Strassenverkehr
  • Kenntnisse und Anwendung von Fahrassistenzsystemen
  • Befahren von Doppelkreisel
  • Stadtfahren usw.
Wie viel Mal sollten Seniorinnen und Senioren eine Fahrberatung machen?
Die meisten reiferen Autofahrer/innen halten sich körperlich und geistig fit und berücksichtigen die zunehmenden Schwächen und krankheitsbedingten Beschwerden beim Autofahren. Genauere Informationen über das Mass der eigenen Fahrkompetenz erhält der ältere Lenker mittels einer professionellen Fahrberatung. Um die Anforderungen im heutigen Strassenverkehr möglichst lange zu erfüllen ist eine regelmässige freiwillige Probefahrt ab 65 Jahren nur von Vorteil. Bei jedem Fahrer kommt jedoch früher oder später der Zeitpunkt, wo die Mindestanforderungen wegen gesundheitlicher Probleme nicht mehr erfüllt sind. Die Abgabe des Führerausweises ist ein wichtiger Entscheid im Leben und aufgrund dessen werden vorher meist Gespräche mit Angehörigen, dem Hausarzt und dem Fahrberater geführt.

Arbeiten Fahrberater mit dem Arzt/Hausarzt zusammen?

Es wird in naher Zukunft mein Anliegen sein die Zusammenarbeit zwischen Arzt/Hausarzt und Fahrberater im Kanton Uri zu fördern. 
Denn für den Arzt, der einen älteren Menschen umfassend betreut ist es wichtig zu wissen, ob der Fahrberater anlässlich einer Probefahrt eine ausreichende Fahrkompetenz vorfand um eventuelle Auflagen, Beschränkungen und Vorsichtsmassnahmen zu treffen.
Ältere Menschen sind zunehmend in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Sie sind anfälliger auf körperliche, geistige und psychische Probleme. In einen Unfall verwickelt sind Ältere gegenüber Jüngeren verletzlicher. Sie fahren kürzere Strecken, sind weniger auf sicheren Autobahnen, ihre Fahrroutine sinkt. Mit Neuerungen am Auto (Fahrassistenten) und ungewohnten Verkehrswegen bekundet der Senior sehr oft Mühe. Gesundheitliche und fahrerische Schwächen spiegeln sich in der ab 75 erhöhten Unfallrate pro Kilometer Fahrt. Eine gesundheitliche Betreuung eines Seniors erfordert besondere Sorgfalt, umfassendes medizinisches Wissen und Kenntnisse über die soziale Situation. Weil sich ein Untersuchungsergebnis in der Arztpraxis nicht einfach auf den Zustand beim Autofahren ableiten lässt, wäre es sinnvoll zusätzlich zu dem ärztlichen Ergebnis eine freiwillige Fahrberatung anzubieten.

Hat eine Fahrberatung Einfluss auf die Entscheidung, ob die Seniorin/der Senior ihren Fahrausweis abgeben muss? 

Nach schweizerischem Verkehrsgesetz SVG muss ein Fahrzeuglenker über die nötige Fahreignung und Fahrkompetenz verfügen. Sind diese nicht mehr erfüllt ist es immer Sache der zuständigen Behörden (Strassenverkehrsamt) ob ein Führerausweis entzogen wird oder nicht!
Die Fahrberatung ist kein amtlicher Fahrerlaubnis-Test, sondern sie ermöglicht einen Eindruck über die Fahrkompetenz. Anlässlich der freiwilligen Probefahrt beobachtet der Fahrberater Schritt für Schritt die Korrektheit. Zum Schluss füllt der Fahrberater zusammen mit dem Fahrer das Beratungsformular aus. Der Fahrberater ist nicht Experte, der aufgrund eines Seniorenfahrtestes über den Entzug des Führerausweises entscheiden kann. Der Berater hält lediglich Stärken und Schwächen während der Probefahrt fest. Empfehlungen, Vorsichtsmassnahmen, Verbesserungen und Tipps werden danach diskutiert und notiert. Als Fahrberater (Überprüfung der Fahrkompetenz) habe ich zum Ziel, dass ältere Menschen so lange wie möglich mobil bleiben und dass sie ihren Führerausweis zum richtigen Zeitpunkt und aus eigener Entscheidung abgeben können – zur persönlichen Sicherheit und zur Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer.

Bitte füllen sie das beiliegende Anmeldeformular vollständig aus. Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.