Sicher mobil – auch im Alter

Ab 2022 werde ich für interessierte Senioren eine spezielle Fahrberatung anbieten unter dem Motto:   «Sicher fahren im Alter»

Was versteht man unter einer Fahrberatung (neu Seniorendrive Coaching)?

Eine Fahrberatung soll nicht als einen Test oder eine Kontrolle angesehen werden, sondern vielmehr als eine Fahranalyse der sich der Senior/in freiwillig unterzieht. Während einer gemeinsamen Probefahrt gebe ich als speziell ausgebildeter Fahrberater unter anderem Ratschläge zur Überbrückung gesundheitlicher Defizite beim Autofahren und helfe die Fahrweise ihren persönlichen Bedürfnissen anzupassen. Eine Fahrberatung (die Überprüfung der Fahrkompetenz) hat zum Ziel, dass ältere Menschen so lange wie möglich mobil bleiben. Eine Fahrberatung soll dem Senior-Fahrer Mut machen, sich auch ausserhalb der gesetzlich geforderten Vorschriften (medizinische Kontrolle ab 75 Jahren) über seine Fahreignung und Fahrkompetenz Gedanken zu machen.
Fahreignung und Fahrkompetenz – Voraussetzung für die Fahrerlaubnis
Fahreignung und Fahrkompetenz eines Autofahrers sind zwei unterschiedliche Messparameter, die sich im Verlauf des Lebens verändern. Während die Bedingungen für die Fahreignung vor dem 18. Geburtstag grösstenteils erfüllt sind, werden jene der Fahrkompetenz erst durch Fahrschulung und Fahrroutine erreicht. Mit zunehmendem Alter können sich einerseits wegen gesundheitlicher Störungen die Resultate der Fahreignung, andererseits wegen allgemeiner Schwäche und mangelnder Fahrroutine der Grad der Fahrkompetenz verschlechtern. Dazu kommt die fehlende Beherrschung eines neuen Wagens oder Unkenntnis einer Verkehrsverordnung. Im hohen Alter sind die Testergebnisse oft verschieden und bei jedem kommt der Zeitpunkt, wo die Voraussetzungen für die Fahrerlaubnis definitiv nicht mehr erfüllt sind.  Wichtigstes Ziel bei der Fahrberatung ist deshalb die unfallfreie Fahrweise. Der Senior soll möglichst lange sicher am Verkehr teilnehmen und zum richtigen Zeitpunkt freiwillig und innerlich überzeugt seinen Ausweis abgeben können.

Wie lange dauert eine Fahrberatung und was kostet eine Fahrberatung?

Die freiwillige oder auch eine angeordnete Fahrberatung umfasst eine Probefahrt über 7 Stationen:
  • normale Wegstrecke
  • Sehfähigkeit
  • schwieriger Streckenabschnitt,
  • Reaktion beim Fahren und Notbremsung
  • Rückwärtsfahren und Manövrieren
  • Gespräch über Krankheits- und Unfallrisiken
  • Gespräch über Alkohol und Medikamente

Eine Fahrberatung kostet Fr. 120.-, dauert 1½ Stunden und wird grundsätzlich mit dem Fahrzeug des Teilnehmers durchgeführt. Da der Fahrberater aber im Notfall nicht eingreifen kann (Bremsen, Lenken) bleibt die Versicherung Sache des Teilnehmers. Auf Wunsch oder in «speziellen Fällen» kann der Fahrberater – gegen einen Aufpreis von Fr. 30.- – sein eigenes Fahrzeug dem Teilnehmer zur Verfügung stellen. Der Fahrberater hält Stärken und Schwächen während der Probefahrt fest. Empfehlungen, Vorsichtsmassnahmen und Verbesserungen werden anschliessend zusammen diskutiert. Dank dieser Beratung wird die Chance verbessert möglichst lange sicher mobil zu bleiben.

Die Probefahrt über 7 Stationen kann durch eine «Testfahrt» erweitert werden. Die Fahrkompetenz des Fahrers wird dabei über eine bestimmte Messstrecke beobachtet und nicht nur an Einzelnen, vorher festgelegten Punkten. Insgesamt werden 15 Fahrsituationen bewertet, was einer detaillierteren Beurteilung über die Fahrkompetenz entspricht. Das Ergebniss der Fahrt wird anschliessend besprochen und der Testperson ausgehändigt! 

Die «Testfahrt» – inklusive kurzem PC-Test – dauert 2 Stunden und kostet Fr. 150.-!

Wann und ab welchem Alter wird eine Fahrberatung empfohlen?

Eine freiwillig Fahrberatung wird empfohlen bei:
  • Altersbeschwerden, die das Fahren beeinträchtigen können
  • nach schweren Krankheiten
  • nach Unfällen
  • nach Operationen
  • vor einer amtlich angeordneten Kontrollfahrt
  • auf Empfehlung der Versicherung
  • wenn sich Familienangehörige Sorgen machen
  • zur eigenen Sicherheit
Wenn also Autofahrer/innen merken, dass die Gesundheit nachlässt, Angehörige fahrerische Mängel bemerken, der Hausarzt eine Schwäche oder eine Krankheit feststellt, welche der Sicherheit des Fahrers beeinträchtigen können, oder wenn sogar eine amtliche Kontrollfahrt ansteht, dann ist eine kompetente Fahrberatung sinnvoll. Um jedoch sicher zu sein, dass die eigene Fahrweise noch verkehrssicher ist macht es durchaus Sinn eine erste Fahrberatung einige Zeit nach dem Eintritt ins Pensionsalter (ab 65-70 Jahren), zu planen! Eine Fahrberatung muss nicht auf eine Probe- oder Testfahrt beschränkt bleiben, sondern darf auch persönliche Wünsche beinhalten, zum Beispiel:
  • Kenntnisse über Neuerungen im Strassenverkehr (Theorie und Praxis)
  • Kenntnisse und Anwendung von Fahrassistenzsystemen (ACC/Notbremsassistent/Blindspot/Laneassist)
  • Stadtfahren/Doppelkreisel usw.
Wie viel Mal sollten Seniorinnen und Senioren eine Fahrberatung machen?
Die meisten reiferen Autofahrer/innen halten sich körperlich und geistig fit und berücksichtigen die zunehmenden Schwächen und krankheitsbedingten Beschwerden beim Autofahren. Genauere Informationen über das Mass der eigenen Fahrkompetenz erhält der ältere Lenker mittels einer professionellen Fahrberatung. Um die Anforderungen im heutigen Strassenverkehr möglichst lange zu erfüllen ist eine regelmässige freiwillige Probefahrt ab 65 Jahren nur von Vorteil. Bei jedem Fahrer kommt jedoch früher oder später der Zeitpunkt, wo die Mindestanforderungen wegen gesundheitlicher Probleme nicht mehr erfüllt sind. Die Abgabe des Führerausweises ist ein wichtiger Entscheid im Leben und aufgrund dessen werden vorher meist Gespräche mit Angehörigen, dem Hausarzt und dem Fahrberater geführt.

Arbeiten Fahrberater mit dem Arzt/Hausarzt zusammen?

Ältere Menschen sind zunehmend in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Sie sind anfälliger auf körperliche, geistige und psychische Probleme. In einen Unfall verwickelt sind Ältere gegenüber Jüngeren verletzlicher. Sie fahren kürzere Strecken, sind weniger auf sicheren Autobahnen, ihre Fahrroutine sinkt. Mit Neuerungen im Auto – Fahrassistenten – und auf ungewohnten Verkehrswegen bekundet der Senior sehr oft Mühe. Gesundheitliche und fahrerische Schwächen spiegeln sich in der ab 75 erhöhten Unfallrate pro Kilometer Fahrt. Eine gesundheitliche Betreuung eines Seniors erfordert besondere Sorgfalt, umfassendes medizinisches Wissen und Kenntnisse über die soziale Situation. Weil sich ein Untersuchungsergebnis in der Arztpraxis nicht einfach auf den Zustand beim Autofahren ableiten lässt, ist es sinnvoll zusätzlich zu dem ärztlichen Ergebnis eine freiwillige Fahrberatung anzubieten. Es wird mir in Zukunft ein besonderes Anliegen sein die Zusammenarbeit zwischen Arzt/Hausarzt und Fahrberater im Kanton Uri zu fördern. Denn auch für den Arzt, der einen älteren Menschen umfassend medizinisch betreut, ist es gut zu wissen ob der Fahrberater anlässlich einer Probefahrt eine ausreichende Fahrkompetenz vorfand. Dies im Hinblick darauf, eventuelle Auflagen, Beschränkungen oder sonstige Vorsichtsmassnahmen rechtzeitig zu treffen.

Hat eine Fahrberatung Einfluss auf die Entscheidung, ob die Seniorin/der Senior ihren Fahrausweis abgeben muss? 

Nach schweizerischem Verkehrsgesetz SVG muss ein Fahrzeuglenker über die nötige Fahreignung und Fahrkompetenz verfügen. Sind diese nicht mehr erfüllt ist es Sache der zuständigen Behörde (Strassenverkehrsamt) ob und wann der Führerausweis entzogen wird!
Der Fahrberater ist also nicht ein Experte, der aufgrund einer Seniorentestfahrt über den Entzug des Führerausweises entscheiden kann. Der Fahrberater hält lediglich Stärken und Schwächen während einer Probe- oder «Testfahrt» fest. Als Fahrberater (neu Seniordrive-Coach) setze ich mir zum Ziel, dass ältere Menschen so lange wie möglich mobil bleiben und dass sie ihren Führerausweis zum richtigen Zeitpunkt und aus eigener Entscheidung abgeben können – zur persönlichen Sicherheit und zur Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer.

Sind sie interessiert an einer freiwilligen Fahrberatung? Es würde mich freuen. Füllen sie bitte das beiliegende Anmeldeformular vollständig aus. Ich werde mich dann umgehend bei Ihnen melden. 

  • Anmeldeformular siehe unter dem Menupunkt: Anmeldungen/Fahrberatung für Senioren

Bei Fragen stehe ich sonst immer gerne auch telefonisch zur Verfügung. Mit freundlichen Grüssen: